Kfz Typklassen wurden für 2012 nur bei etwa einem Drittel der Fahrzeuge verändert

Die Versicherungen in Deutschland führen bei der Absicherung eines Fahrzeugs eine individuelle Risikokalkulation durch und berechnen anhand dieser, den zu zahlenden Versicherungsbeitrag. Zur Grundlage der individuellen Risikokalkulation gehören der gewünschte Versicherungsschutz, die gefahrenen Kilometer im Jahr, die Kfz Regionalklasse und die Kfz Typklasse. Wobei letzterem, (Typklasse) eine jährliche Anpassung durch die Versicherungsbranche erfolgt und Versicherte auf diese keinen Einfluss haben (bzw. so indirekt, dass es sich eigentlich nicht steuern lässt).

Bei der Kfz Typklasse handelt es sich um eine Risikobewertung eines Fahrzeugs. Dahinter steckt eine Auswertung von Statistiken über Schadenhäufigkeiten und in welchem Rahmen Versicherungen für einen Schaden bei einem entsprechenden Fahrzeugmodell aufkommen müssten. Änderte sich zum Beispiel die Schadenabwicklung für ein bestimmtes Modell, wird die Typklasse zum nächsten erhöht. Jede Typklassen Erhöhung führt für Versicherte auch zu einem höheren Beitrag, da einfach kalkulatorisch davon auszugehen ist, dass der entsprechende Fahrzeugtyp häufiger in einen Schaden verwickelt wird.

 

Gesamtverband der Versicherungswirtschaft e.V. meldet nur wenige Typklassen Änderungen

Bereits Mitte September 2011 meldete der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (kurz GDV), dass zum Jahr 2012 nur wenige Typklassen geändert werden. So bleiben im Bereich der Kfz Haftpflichtversicherung bei etwa 68% der Fahrzeugmodelle die Typklasse gleich. Bei der Vollkasko nimmt die Versicherungsbranche bei 62% und bei der Teilkaskoversicherung bei 68% der Modelle keine Änderung vor. Dementsprechend viele Fahrzeuge bleiben in Ihrer alten Typklasse.

Erhöht sich also bei Versicherten der Beitrag für Ihre Kfz Versicherung obwohl die Typklasse gleich geblieben ist, so liegt dies entweder an einer Änderung der Regionalklasse oder einer kalkulatorischen Änderung des Versicherungsunternehmens selbst.
 

Obwohl es nur wenige Änderungen bei den Typklassen gibt, müssen Fahrzeugbesitzer dennoch mit steigenden Kosten rechnen. Laut einem Bericht über den Kfz Preisindex müssen Fahrzeugbesitzer zunehmend mehr für Autoreparaturen, Kraftstoff und die Kfz Versicherung bezahlen. Selbst wenn also die eigene Kfz Versicherung Ihre Beiträge nicht anpasst, schlagen dann immer noch Kraftstoff und Reparaturen (dazu gehören auch die Preise für Autoteile) durch.